Wie sage ich vorraus, was bei der Verpaarung fällt ?
Eine Möglichkeit ist die vereinfachte und gezielte Abfrage der Merkmale, die bei der Verpaarung beteiligt sind.
Zunächst sollte abgeklärt werden, welche Farben bei den Paarungspartnern vorhanden sind.
Es gibt bei den Katzen nur zwei Farben: Eumelanin für Schwarz und seine Modifikationen (Blau, Chocolate, Lilac, Cinnamon, und Fawn) und Phäomelanin für Rot (und seine Modifikation Creme).
Anschließend betrachtet man die Paarungspartner hinsichtlich der Farbmodifikatoren (Die Gene für braun (B/b/b¹) und Verdünnung (D/d)).
Erst im Anschluss daran werden die einzelnen Muster betrachtet. Als Muster sind zu betrachten Agouti (A/a), Albino-Serie (C/c), Gloving (G/g) Silber-Inhibitor (I/i), Weiß-Scheckung (S/s), und Tabby Muster (T/Ta/tb).
Hier nun das Beispiel für meine Cheyenne mit Ihrem Partner Midge. Cheyenne ist black-white, Midge black-silber-tabby-mc. Da Midge ein Highland Fold ist, sind noch die Gene für Langhaar (L/l) und für die Faltohren (FD/fd) in seinem Gencode vorhanden. Die Farben der Eltern sind in der zweiten Spalte aufgeführt.
black-silber-tabby-mc Aa BB Cc Dd ll Ii FD/fd |
BKH - blue-white |
| SFD - black-silver-shaded |
black-white aa B? Cc Dd Ll Ss |
blue-white |
| seal-tortie-point-white |
Schritt 1: Die Kätzin ist schwarz-weiß, der Kater black-silber. Somit sind nur die Gene für Schwarz beteiligt .
Schritt 2: An Farbmodifikatoren sind anhand des Stammbaumes die für Verdünnung erkennbar. Beide Paarungspartner sind Vollfarbe, nur bei der Kätzin ist mit Sicherheit erkennbar, dass sie Träger für das Verdünnungsgen ist (sie hat einen blau-weißen Vater). Der Kater trägt über seinen Vater Verdünnung (der Vater ist Verdünnungsträger).
Schritt 3: Der Kater ist black-silver-tabby und somit bringt er das musterbestimmende dominante Gen für Agouti mit und das dominante Gen für Silber. Da er einen nicht silbernen Elternteil hat ( der Vater), ist er automatisch Träger für Nicht-Silber. Anhand des Stammbaumes wird ersichtlich, das beide Träger für Point sind. Die Kätzin ist mit weiß, also bringt sie das dominante Weiß-Scheckungsgen mit.
Schritt 4: Nun werden die vorhergehenden Schritte miteinander kombiniert. Die Verteilung der Farben auf die Geschlechter kann hier ausser acht gelassen werden, da nur die Gene für Schwarz beteiligt sind und die Nachkommen somit im Spektrum von "Schwarz" zu finden sind. Anschließend werden die jeweiligen Farbmodifikationen ermittelt und dann wird noch abgefragt, ob im Schritt 3 Muster vorhanden sind, die auch in Kombination! auf die Schritte 1 und 2 wirken.
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Schritt 1 |
Schritt 2 |
Schritt 3 |
zu erwartende Nachkommen |
black
red |
Verdünnung
chocolate
cinnoman |
Agouti
colorpoint
silver
Scheckung
white |
|
| Söhne |
black |
blue |
Vollfarbe point tabby non-Agouti Scheckung nicht-Scheckung silver nicht-silver |
black black-white black-tabby black-tabby-white black-silver-tabby black-silver-tabby-white
blue blue-white blue-tabby blue-tabby-white blue-silver-tabby blue-silver-tabby-white |
seal-point seal-point-white seal-tabby-point seal-tabby-point-white seal-silver-tabby-point seal-silver-tabby-point-white
blue-point blue-point-white blue-tabby-point blue-tabby-point-white blue-silver-tabby-point blue-silver-tabby-point-white |
| Töchter |
Wie Ihr jetzt also erkennen könnt, ist bei Cheyenne keine so große Vielfalt gegeben, da das "Red" nicht vorhanden ist.
Es können 24 verschiedene Farben fallen, sowohl männlich wie auch weiblich.
Dazu kommt noch, das Midge ein Higland Fold ist, also Langhaar trägt und das dominante Gen für Faltohren.
Somit können all diese Farbkombinationen einmal mit Stehohren und einmal mit Faltohren fallen (48 verschiedene Sorten).
Da Cheyenne Langhaar trägt können die oben genannten 48 Sorten auch noch mal mit Langhaar fallen.
Somit haben wir dann 96 verschiedene Möglichkeiten...
In welchem Zahlenverhältnis die einzelnen Farben fallen, ist jetzt nur noch höhere Mathematik...
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